Samstag, 29. Oktober 2016

Delfine, Kakerlaken, Schnaken, Ratten



Nach drei Wochen Warung Batan Kelor sind wir nun weitergezogen. Zuvor hat uns eine große Kakerlake und eine Ratte im Zimmer den Abschied nicht allzu schwer gemacht. Da so viel draußen stattfindet, ist man eben auch mit solchen Tieren in Kontakt. Das hat weniger mit mangelnder Sauberkeit zu tun.
In Padang Bai gibt es tausende Anbieter um nach Gili überzusetzen. Durchblick hat man keinen. Die Preise variieren von 250.000 Rupiah bis 650.000 Rupiah.
Wir haben das Ticket (mit Abholservice) einfach bei Agung und Johanna, den Betreibern der Unterkunft gebucht. Das war auch gut so, sie haben ein günstiges Ticket für uns ausgehandelt und die Kinder fahren frei. Hin und zurück haben wir jetzt 1.100.000 bezahlt. Und ein Shuttlebus bei Ankunft ist nach Ubud noch inklusive. Alles hat reibungslos (!) geklappt und die Firma ist die einzige, die Gili Meno, die kleinste Insel direkt anfährt. Um an Land zu gehen mußten wir noch auf ein kleines Bootchen umsteigen, denn das Speedboat ist zu groß um bei Gili Meno halt zu machen.
Die ganze Überfahrt lang (1,5 Stunden, etwas länger?) haben die Kinder geschlafen. Es war eiskalt auf dem Boot wegen der Klimaanlage und wir haben das erste mal Jacken gebraucht! Es lief Turtles und irgendein Actionfilm zur Ablenkung (wer will schon die schöne Landschaft draußen sehen) und wir haben so das erste mal seit Monaten etwas TV geguckt.

Gili Meno ist traumhaft, so wie man es von Filmen und Hochglanzprospekten kennt. Türkisblaues Wasser, Korallen, klare Sicht ins Wasser. Auf der Insel sind Mopeds verboten, hier fährt jeder Rad. Pferdekutschen (mini) sind unterwegs. Dafür hat es unendlich viel Mücken und wir haben zum Glück ein gutes Moskitonetz bekommen. Unser Holzhüttchen ist sehr klein, mit dem Zustellbett ist die Hütte komplett ausgefüllt und wir können uns drinnen nicht aufhalten. Außer im Bett. Und da wir hier alle den ganzen Tag Drecksfüße haben kann man auch nicht dauern ins Bett raus und rein. Außerdem st die Hütte voller Schnaken und man kann drin nix tun außer schlafen. Vorne haben wir einen kleinen Balkon, tischlein und zwei Stühle. Also etwas eng für uns. Zu zweit wäre es perfekt, zu viert ist es haarig. Das Bad ist riesig, halboffen und von Kakerlaken besiedelt. Frischwasser gibt es nur in guten Unterkünften, bei uns gibt es so ein Semisalzwasser. Zum Abduschen ist es in Ordung.
Uns fehlt gier eine Liegegelegenheit vor dem Haus und ein Besen. Überall ist Sand, die Kinder dauernd halbnackt und sie fallen hier im Dreck rum und man muß sie ständig abduschen bzw. die Klamotten sind in null komma nix eingewutzt.

Wir können bei den Gastgebern den Kühlschrank nutzen, so können wir zumindest etwas Obst lagern. Ohne Küche ist es hart. Trinkwasser ist hier entgegen den Infos nicht so teuer, dafür aber das Obst und das Essen. Am Strand bezahlt man 1,50 Euro für eine Mango. Gestern haben wir eine Händlerin getroffen, da haben wir 2 Mangos für den gleichen Preis gekauft und ein Sackerl Tomaten gekauft. Viel Auswahl gibt es nicht. Im Restaurant gibt es Spaghetti und Pizza, Pommes wohl auch, und eben das indonesische Essen. Selbst mir uns Simon fehlt inzwischen Grünzeug und frisches Essen. Wenn man ein Curry bestellt ist 90 Prozent Tofu und nur 10 Prozent Gemüse. Mal sehen wie lange wir es auf der Insel aushalten! Ida hat eine Nudelsuppe gegessen (!) und heute Tomatensalat gefrühstückt.
Frühstück ist hier inklusive, wir essen Pfannkuchen (ohne Ei) und die Kinder könnten auch Spiegelei o.ä. Bekommen. Sonst gibt’s nur Toast mit Horrorzuckermarmelade und Ekelhonig...Fruchtsäfte (etwas Frucht mit Eis gemixt) sind hier ganz lecker.

De Strand ist wunderbar, nur muß man auf die Korallenstücke achten, die scharf sein können, wenn man in den Wellen steht. Die Brandung ist viel sanfter, doch vermissen wir immer noch schmerzlich Schwimmflügel ohne die wir mit den Kindern einfach nicht schwimmen können.

Die beiden freuen sich hier über die wiedererlangte Freiheit sich frei bewegen zu können. Die Wege sind klein, nirgends Autos und Mopeds, sie können herumstreunen und laufen viel eigenständiger ihren Weg als die letzten drei Wochen. Das tut ihnen sichtlich gut. Dafür fehlt eben das Entspannungsörtchen im/am Haus wo vorgelesen und gemalt werden kann.

So hat es Vor- und Nachteile hier und es ist an uns uns einzurichten!


Internet geht hier fast gar nicht, deshalb keine Fotos und keine Mails!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen