Montag, 24. Oktober 2016

Kinder


Möhre spricht ein paar mehr Wörter. Er kann viel mehr, schämt sich aber ein wenig dabei. Außerdem verstehen wir ihn ja auch so. Und deshalb sieht er wohl keine große Notwendigkeit seine Bedürfnisse in klare Wort zu fassen, wenn wir es auch so verstehen.
Windelfreimäßig ist es hier für ihn Traumland, er hat nur nachts eine Stoffwindel an. Tagsüber pinkelt er entweder hier im Alleingang im Hof in eine Erdkuhle oder er läßt sich abhalten oder sich aufs Klo setzen. Klappt so super! Wir sind stolz auf ihn.


Quetsche macht viele Schreibübungen und zählt viel. Fotografieren liebt sie nach wie vor. Statt der Friedel-Puppe hätten wir vielleicht lieber ihren Fotoapparat mitnehmen sollen?!?




Möhre lebt hier seine ungestüme Art aus, da wir eh meist draußen sind und hier sich „im Haus sein“ auch so anfühlt wie „draußen sein“. Infolgedessen fliegen die Gläser und überall wird Wasser verschüttet. Es ist eben nicht zwingend notwendig aufzupassen und es wird von uns auch nicht so eingefordert wie sonst in der Wohnung.


Draußen außerhalb des Unterkunft können sich die beiden leider nicht frei bewegen. Zu viel Verkehr, zu viel unvorhersehbares. Auch Quetsche läuft an der Hand. Mal gibt es einen Gehsteig, dann ist der aber zehn Meter später von einigen Hähnen im Korb blockiert oder er endet abrupt mit einem 45cm Gefälle. Und da es so viel draußen zu sehen gibt sind die Kinder mehr mit Umgucken als mit Wegbeachten beschäftigt.


Hier im Hof langweilen sie sich über die Dauer, draußen sind sie überfordert. Einen Mittelweg zu finden ist schwer.
Heimweh direkt gibt es keines seitens der Kinder, jedoch merkt man nach den Tagen, daß es für alle fordernd ist, ganz auf sich selbst untereinander zurückgeworfen zu sein. Am meisten quälen sie die Mückenstiche, das Gekratze und die Schmerzen von den aufgekratzten Stichen. Sie schlafen recht schlecht, es ist einfach nachts so warm, daß sie schwitzen und unruhig sind. Das Jucken tut sein übriges dazu. Möhre hat immer noch Sonnenallergie an den Armen.

                                         
                                                              Blumen überall!

Um 18 Uhr ist es dunkel und um 17 Uhr geht die Sonne unter. Dann kommen die Stechviecher schon. Die Kinder haben dann etwas langes an, ist unangenehm, aber schützt einigermaßen.

Essensmäßig lassen sie sich hier zwar mit der Küche zufriedenstellen, unterwegs wird’s jedoch haarig. Mitgebrachtes Essen wir ruckzuck warm und das mögen sie dann nicht mehr essen. Man kanns verstehen. Das Asia-Essen aus den Warungs steht ja nicht wirklich zur Diskussion...erstens zu viel Gemüse für die Dame und zweitens zu scharf für den Herren.

Sind wir den ganzen Tag unterwegs ist also ein Western-food-Restaurant unumgänglich.
Gestern haben wir für 17,50 Eur zu Mittag (Vormittag...) gegessen. 3 Hauptmahlzeiten, 2 Frühlingsrollen, ein Salat, 1 Wasser, 1 Saft, eine Cola. Das ist schon ein Batzen und keine Sache für 2-3mal täglich...


Wirklich eingewöhnt sind wir also nicht und aufgrund der Umstände haben wir zwei schon Ängste hier die Unterkunft mit Küche zu verlassen, weil uns schlimmes schwant!
Das hemmt uns wiederum geistig und wir machen uns Sorgen.
Die Stimmung ist also etwas angespannt und wir haben das Gefühl nicht spontan sein zu können, sondern ohne Großplanung gegen die Wand zu laufen.

Wir können uns anpassen, Möhre gelingt das auch ganz gut, für die Quetsche ist das schwieriger.


                                        Mangos sind reif!

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