Montag, 7. November 2016

Die Weiterreise nach Ubud und Ankunft

Nachdem wir in PadangBai ankamen hätten wir gleich weiter mit dem Shuttlebus nach Ubud fahren sollen. Das Busticket war im Preis inklusive. Allerdings war nach der zweistündigen Überfahrt gar nicht daran zu denken gleich weitere zwei Stunden Transport durchzustehen. Überall winken Taxifahrer mit laminierten Bildchen, auf denen ihr Taxigefährt abgebildet ist.
Die Kinder hatten geschlafen, wieder sitzen? Keine gute Idee. Hunger und Durst hatten natürlich alle. Also sind wir den um Kunden wetteifernden Taxi- und Busfahrern entronnen und haben erstmal gegessen. Nachdem es wegen Stromausfall keine Pizza gab, haben die Kinder Pommes gegessen. Dann haben wir nach Zimmern gefragt, Familienzimmer 600000 pro Nacht. Zu viel für uns, zumal es auch schon Nachmittag war und wir am nächsten Morgen weiter wollten. Nebenan haben wir etwas für 350000 gefunden und sind gleich in den Pool.

                                                    Innenhof

Am nächsten Tag war Mädels Geburtstag. Eigentlich wollten wir dann eine Nacht verlängern, weil wir den Tag für sie nicht auseinanderreißen wollten. Nach dem Frühstück (winzige fettige Pfannkuchen wie so oft), das nicht einmal die Kinder angerührt haben, hatte ich die Nase voll. Und wollte weg. Alle nervt die Situation mit dem Essen, alle sind unbefriedigt. Lokales Essen in vegan ist nach einer Zeit immer gleich und die Kinder haben genug von Pizza und Pommes.

Dann hatten wir die Möglichkeit noch 4 Std zu warten (das Zimmer hätten wir räumen müssen) und einen Shuttlebus zu nehmen. Den muß man eigentlich am Schiffsankunftstag nehmen, aber mit Glück hätten wir uns unter die Ankommenden mischen können und wären in einen Bus mit rein.

Allerdings haben wir uns ja vorgenommen mehr auf unsere Bedürfnisse zu achten. Hier bedeutet das in erster Linie meistens Tempo rauszunehmen, ruhig zu bleiben und es sich einfach zu machen. Einfach heißt dann in den meisten Fällen: mehr Geld ausgeben.
Wir wünschen uns auch eine gute Unterkunft, die genug Raum zum Toben hat, aber auch Küche und einen Pool. Der macht die Kinder glücklich. 40 Euro setzen wir uns als Limit pro Nacht in Ubud. Diesmal haben wir nichts vorher gebucht, wir wollen uns erst umsehen und dann entscheiden, ob es uns gefällt.
Der Plan wird umgesetzt: Geld geht, Geld kommt, hadern hindert, Genuß lindert.
Simon geht los und ordert ein Taxi von PadangBai nach Ubud für 320000. Das sind 21 Euro für eine Stunde Taxifahrt. Wir steigen ein, eine Tüte Chips für die Kinder zum Frühstück, was anderes ist nicht zu bekommen für auf die Hand. Für uns: Cola. Saft o.ä. Gibt es in der Provinz nirgends.



Wir genießen die Fahrt, freuen uns wieder auf Bali zu sein und haben uns drei mögliche Unterkünfte aus dem Reiseführer ausgeguckt. Ubud ist voll mit Touristen und Souvenirgeschäften. Sowas haben wir hier noch gar nicht erlebt. Ein Truuubel!



Beim ersten Stop, mieten wir uns in der Lady Bamboo Villa ein (deutscher Besitzer). Unser Limit ist ausgeschöpft, es kostet genau 40 Euro die Nacht. Aber auch nur, weil wir 14 Tage bleiben und exklusive Frühstück. Dafür haben wir es SAUBER, bislang nur eine Kakerlake im Bad gesichtet. Wir haben ein großes bequemes Bambusbett, Ida ein einzelnes nebendran. Sie schläft sogar darin, das ist mittlerweile wichtig, denn nicht immer läßt sich ein Matratzenlager gestalten. Wir freuen uns also, daß sie diesen Entwicklungsschritt meistert. Es gibt Warmwasser, eine miniwinzigkleine Küche, eine Lungerecke, TV mit DVDs, schnelles Internet und natürlich Pool und Roomservice täglich. Auf unserer Veranda sind eine Eßecke und eine große Liege. Es gibt Fliegengitter und wir brauchen kein Moskitonetz. Die Temperatur in der Wohnung ist angenehm, dank angepflanztem Dschungel in der Anlage. So kühl haben wir hier im Land noch nie geschlafen. Wir sind also im Luxusparadies.
Nur der Besitzer (Lehrer, kinderlos) ist etwas unruhig bzgl dem „Krach“ den die Kinder machen, obwohl die Unterkunft mit Kindersitz, Kinderbett und sogar Schwimmflügeln auf Kleinkinder eingestellt zu sein scheint. Naja, es ist wie es ist und Möhre ist eben um 6 wach, da kann man nix machen!! Und irgendein Manko muß es ja geben ;-) !!!!!!!!!!







Wir haben uns heute einen Roller ausgeliehen (7 Tage für 300000 = 20 Euro) und fahren alle darauf ;-) So wie sich das gehört. Die Kinder haben ihre Fahrradhelme auf. Unser Mädchen steht surfend vorne während der Fahrt und Mo hängt bei mir im Manduca auf dem Rücken. Jetzt können wir zum Supermarkt fahren und zu den entfernteren veganen Restaurants. JUHUU! Wir sind froh!



Gestern haben wir Essen bestellt, es ist für die Kinder (3-4 km) zu weit diese Strecke täglich zu laufen. Es gibt wirklich fantastische Salate und grünen Saft ins Haus geliefert. Wir baden im Grün sozusagen. Sogar die Verpackung ist echt bio, seht selbst!



Kind wollte konventionelle Pommes aus dem Restaurant, ist aber dann auch auf Salat übergeschwenkt!!! Die frittieren die Stäbchen hier im Wok ,dementsprechend fettig und vollgesogen und ungut schmecken die meist...wie gesagt, selbst die Kinder wollen jetzt GRÜN!




                             Jaaaaaaaa!Wie wir uns über diese Speise freuen...verrückt, oder?? 


Ich habe eine böse Fußwunde wegen aufgekratzter Stiche und die Poolunterkünfte wurden mir zum Verhängnis. Die Wunde heilt nicht, ich habe nicht richtig drauf geachtet, und jetzt ist eine Entzündung drin. Simon hat mir gestern Eis geholt, das Kühlen hilft. Apis nehme ich noch, die Schwellung und das Pochen haben dann gleich etwas nachgelassen. Heute morgen wache ich auf und die Schwellung und Rötung sind fast weg! Wenn man das richtige homöop. Mittel erwischt, heilt es über nacht, das ist immer so erstaunlich, wenn man das erleben darf. Ich bin daher voll Freude, daß es sich mit der Entzündung nicht verschlimmert!

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