Sonntag, 6. November 2016

Gili Meno mit Familie - Resumee


If this paradise, keep clean! 

Liest man am Strand, der wirklich traumhaft ist.
Entgegen der Informationen im Internet und den Reiseführern ist auf Meno mehr los als gedacht. Der Supermarkt bietet das wichtigste zum Leben und es gibt Eßgelegenheiten en masse. Wäscheservice gibt es alle 10 Meter. Und die Einheimischen waschen mit Hand und Wurzelbürste. Immer samstags!

Man findet sowohl ein teures westliches Restaurant, als auch mittelpreisige, die western food und lokales (Gado Gado, Nasi Campur...) gleichermaßen zu normalen Preisen anbieten. 55000 für eine Pizza, 40000 für Spaghetti, 20000 ein frischer Saft. Warungs gibt es natürlich auch, dort gibt es für 25-30000 ein Mahl.

Bungalows gibt es viele, auch wenn im Internet alles ausgebucht schien. Wir haben festgestellt, daß noch ganz viel frei ist und leersteht.
Der Strand ist traumhaft, dadurch daß nicht viel Boote vor Anker liegen kann man ungehindert schwimmen. Auf Trawangan ist da zum Beispiel alles voll mit Schiffen. Das Meer ist ruhiger und durch die vorgelagerten Korallen halten sich die Wellen in Grenzen und wir konnten ein Plätzchen finden, wo wir mit den Kindern unbedenklich ins tiefere Wasser gehen konnten.
Einzig die Schnaken waren ein Graus. Abends ab 17 Uhr haben sie sich auf ALLES gestürzt. Auf Pizza und Essen genauso wie auf uns Menschen. Kein Spray (wir haben eh nur welches ohne DEET wegen den Kindern) hilft, am ehesten noch Räucherstäbchen, aber gegen solche Massen kommt nix mehr an. Man kann die Inselseite wechseln, dann gibt es dort weniger Mücken. Weniger heißt aber nicht, daß es aushaltbar für die Kinder ist.
Ein Sitzen abends am Häuschen ist unmöglich. Kein eines Buch haben wir in den Abendstunden vorgelesen, normal die Zeit um mit den Kindern geruhsam das Ende des Tages einzuleiten. Wir waren den ganzen Tag aktiv, haben uns abends rumgedrückt um dann müde alle um 19 Uhr unters Moskitonetz ins Bett zu fallen. 

                                So ähnlich sah unser Häusel aus...nur zugewucherter
                                und unsauberer inkl Kakerlaken und Maus ;-)

Wir hatten keine Lust mehr aufzustehen, weil uns draußen im „Feierabend“ von den Kindern nur Blutsauger erwarteten. So war auch bei uns Erwachsenen nach 6 Tagen die Luft sowas von raus, daß wir beschlossen von der Insel zu fliehen, obwohl 3 Wochen gebucht waren. Just dann widerfuhr uns in dem ganzen negativen Wust nur schönes: Die Obstfrau hatte uns so ins Herz geschlossen (wir kauften jeden Tag nur bei ihr), daß sie noch dreimal vorbeikam um uns etwas zu schenken. Sie war traurig, als wir ihr sagten, daß wir vorzeitig gehen. Da ist sie schnell weggegangen. Sie hat uns dann noch eine Kokosnuß, zwei megafettige Teigtaschen, Erdnüsse, und eine Reissüßspeise mit Kokosraspel geschenkt. Und Bananen. Wir waren dann auch traurig und gerührt. Und dann zu bester letzt bekamen wir noch von drei lieben Menschen aus Frankfurt ein Moskitonetz geschenkt. Dazu noch eine kleine Tube Fenistilgel, sodaß unsere Vorräte bis zum Nachschub der uns in Thailand erwartet an Gel sicher ausreichen werden.

Ansonsten war es für die Kinder auf Meno schön, endlich frei laufen, keine Autos, Roller usw. Dafür Pferdekutschen, Schildkrötenbabys, Frösche und Fische.

Sogar Obst und Gemüse haben sie dort gut gegessen, denn nur Pizza und Pommes genügten selbst unserer Dame irgendwann nicht mehr. So gab es Mango oder Ananas (20000 das Stück) oder ein paar Tomaten (½ KG 25000 IDR). Im Inselinneren bekommt man Obst und Gemüse günstiger und in „breiterer“ Auswahl. Das Angebot auf Meno ist begrenzt.
Mit Ekajaya sind wir wieder übergesetzt nach Padangbai. Natürlich nicht ohne nochmal um 50000 betrogen zu werden...denn entgegen der Angaben mußten wir für das Fährboot, daß uns zum großen Speedboot in 70 Meter Entfernung brachte nochmal latzen. Weigern? Keine Chance, dann bleibt ihr eben da...Toll. Das macht natürlich keine Laune, aber so ist es eben. Offensichtlich ausgeliefert zu sein ist kein schönes Gefühl.
Die Überfahrt war unruhig, die Kinder schliefen, uns wurde übel.

Tschüß, Meno!!

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