Sonntag, 18. Dezember 2016

Eiiiiiine Insel mit viel Regen und dem tiefen, weiten Meer...

Die ersten Tage gab es Dauerregen, Fluten, Stromausfall, kein Internet, kein Durchkommen zu Supermärkten und Nahrungsbeschaffungsmöglichkeiten...




Jetzt regnet es ab und zu noch lange und heftig, doch nicht mehr tagelang. Es ist sonnig und angenehm warm, nie so richtig brutaloheiß wie in Bali. Das ist schön. Dann regnets aber mal wieder für viele Stunden, sodaß man sich gleich wieder ziemlich atlantisch fühlt. Grundsätzlich ist das ja kein Ding, die Monsunzeit...aber das stunden-tagelange Durchregnen so kenne ich nicht. Am meisten trifft es die Kinder, die dann nicht raus können (es haut wirklich so runter, daß eigentlich keine Aktion möglich ist) und es nach sechs bis acht Stunden Hausaufenthalt laaaaangweilig finden. Und auch wir kriegen Lagerkoller. Deswegen ziehen wir dann meist doch Regenjacke und Thairegencape über und machen einen kleinen Spaziergang runter in den Ort. Dort gibt es eine kleinen Supermarkt (Essen kann man dort nicht kaufen...), Gemüse- und Obststände, ein paar Essenslädchen und eine Bäckerei.



Die Wäsche trocknet dann nicht und man muß SEHR aufpassen, daß einem die eigentlich trockenen Klamotten nicht im Schrank schimmeln. Im Prinzip ist hier alles ein wenig schimmelig...die Fahrradhelmschnaller, die Rucksäcke...es läßt sich nicht vermeiden. Man gewöhnt sich, bis auf den ein oder anderen spontanen Ekelanfall, irgendwann daran. Sobald die Sonne wieder lacht geht’s auf den Roller und alles ist wieder fein.



Jeder will vom Bali-Thailand- Unterschied hören...Es sind zwei verschiedene Länder. Hier auf dem kleinen Koh Pha Ngan sind die Preise genauso (hoch) wie in Bali. Im Restthailand soll es irgendwo auch billiger sein...billig, teuer, ist eh ja relativ, kommt auch immer auf die jeweiligen Prioritäten an. Obst und Gemüse hat hier eine viel bessere Qualität, in Bali waren die Sachen oft verschimmelt oder, weil umhergeworfen beim Abladen und Einräumen, schnell faulig. Dafür ist hier kein Handeln möglich und die Preise sind auch etwas höher. In Thailand gibt es definitiv das bessere, abwechslungsreichere und frischere Essen als in Bali. Gutes veganes, salatiges, grünes Essen hat hier jedoch hier wie da seinen (gleichen) Preis. Allerdings schmecken hier die Rohkostkuchen und Süßigkeiten vieeeel besser!

                               Rohkostsandwich mit Saatenbrot und Salat mit Cashewsoße

Klarer Verlierer in Sachen Freundlichkeit ist Thailand, es gibt zwar auch nette und freundliche Zeitgenossen, doch die sind rar gesäht. In Bali widerfährt einem allgemeine Freundlichkeit, Lächeln und Wohlwollen, in Thailand sind sie reserviert-unfreundlich. An den Tourigebieten (Übersättigung mit zahlenden Touristen) kanns nicht liegen, denn in Bali waren alle Menschen auch in den Touristenhochburgen sehr freundlich. Die Ausrede zählt nicht, oh Thailand. Seis drum, so sind sie eben die Thais:
Unsere thaische Hausnatter hier gibt uns trotz hohem Zimmerpreis z.B. kein Klopapier („Oh, no, not every day!“) und zwei saubere Handtücher kosten gleich mal 100 Baht (2,50 Eur). Da wir hier drei Wochen wohnen sollte eigentlich alle sieben Tage ein Satz Handtücher drin sein, aber nicht hier. No, you pay 100 Baht...Ich hab sie mir dann frisch von der Wäscheleine gerissen, weil mir das Geduldsfädchen bei so viel ekliger Dreistigkeit gerissen ist...Simon war noch dabei irgendwas zu diskutieren, aber mir hats dann gereicht. Ich hoffe die Sonne kommt bald mal raus und die Handtücher werden wieder zum Trocknen rausgehängt. Unfreundlich können wir Deutsche nämlich auch, muahahaha!


                                   Unsere Unterkunft: Best view - no service! Enjoy!

Ansonsten genießen wir hier die Nähe zum Buritara Resort, wo wir jeden Tag Bekannte besuchen und die Kinder spielen können. Dort hüpfen wir auch in den Pool und Quetsche hat mittlerweile Tauchen gelernt, schwimmt also unter Wasser. Wir haben uns so gefreut, diesen Schritt zu beobachten! Der Austausch mit anderen (Langzeit)Reisenden tut uns gut und auch wir genießen die Gesellschaft nach der langen intensiven Familienzeit in Bali. Simon fährt uns sicher auf dem 125er Roller durch jedes Schlammloch und die Kinder lieben die Fahrten. Die hohe Leistung braucht das Gefährt hier, denn die Steigungen sind mit vier Personen plus Gepäck und Einkäufen sonst nicht zu meistern.

                                                               Buritara Pool

Ahso, ja, fast vergessen! Plastikmüll gibts hier natürlich auch. Aber im Umland doch deutlich weniger als in Bali...
                               Strandidyll an den Meeren der Welt - everywhere the same!



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