Samstag, 31. Dezember 2016

Vom best view – no service für 4 Tage aufs Piratenschiff



Aus der hippen, sauberen Unterkunft mit allem „Luxus“ sind wir gestern ausgezogen. Gepäck bei unseren Freunden im benachbarten Buritara untergestellt und den Umzug mit einem Rucksack in einem Aufwisch mit dem Roller gemacht. Nach ewigem Hinundhergefrage finden wir „Lucky Luck Hut“ natürlich nicht...verschwitzt und genervt machen wir im Orion halt und bestellen erstmal was zu essen. 

                                            "Nüssi" zu öffnen mit einem "Hack-Hack"

Während wir sitzen und den Computer auspacken um die Unterkunft anzuschreiben bzw. rauszufinden wie wir hinkommen (die Wegbeschreibung im Internet ist irreführend, unzureichend) werden die Kinder krank. Zu Quetsche kommt nun Möhre, der auch noch fiebert. Bekommt Husten. Treffen Jasmin und Benni mit den Kindern und essen und plauschen mit ihnen zusammen, so sind wir etwas abgelenkt vom Umzugsstreß. Plötzlich kommt eine Frau auf uns zu und fragt ob wir Luck Luck Hut suchen. Ja, das tun wir! Sie hat unsere Email gelesen und uns im Orion aufgesucht. So süß, da haben wir uns gefreut. Es stellt sich heraus, daß wir nur 2 Min vom Ziel entfernt sind und man vom Orion auf die Unterkunft direkt am Meer sogar gucken kann. 

                                               Unser Blick aufs "Orion" Healing Centre


                                                            Fino vor unserer Hütte

Simon parkt den Roller, eine Kokosnuß flatscht vom Baum, wir parken ehrfürchtig um und lassen die Helme erstmal auf...Wir beziehen die minikleine Bambushütte, die spartanisch und klein ist. Das Bett ist bequem und es gibt keinen Schimmel weil die Hütten ja so luftig sind und auf Stelzen stehen, außerdem schnell trocknen.
Es gibt einen kleinen „Balkon“ und ab 16 Uhr unzählige Moskitos. Es hat sogar eine Gemeinschaftsküche wo man kochen und etwas im Kühlschrank lagern kann. Die Küche und Sitzgelegenheiten teilt man sich mit zwei freifliegenden sprechenden Beos, mehreren Enten, zwei Katzen, zwei Hunden und allem was noch so kreucht und fleucht. Wir fühlen uns wie auf einem Piratenschiff. Ein Leben mit dem Tier, Leben wie bei uns vor 60 oder 70 Jahren...



Die Wäsche wird irgendwo in den Büschen aufgehängt, der Wind bläst sie immer wieder in den Dreck. Egal, wichtig ist, daß der sandige Erdboden gekehrt wird, täglich. Alles findet draußen statt, die Katzen essen vom Tisch wie die Menschen. Alles steht irgendwo rum, wird übereinandergestapelt, von Hygiene und Sauberkeit kann (außer was den Erdboden betrifft) für unser Empfinden keine Rede sein. Real Thailife, welcome. So lohnt sich der unliebsame Umzug doch sehr, der Einblick in dieses Leben ist einfach wertvoll. Unsere Kinder fühlen sich hier wohl! Wie leben wir?
Nochdazu sind die Menschen sehr lieb. Junge Thaimama mit ihrem Bub, sie bietet uns gleich noch eine Kapokmatratze zum Schalfen oder Sitzen an, gibt uns Klopapier und sagt, daß wir uns bei Tee und Kaffee usw bedienen können wie wir wollen. Endlich mal jemand nettes. Nur sind wir uns nicht ganz sicher ob sie ihren Beo (schläft mit im Bett) nicht vielleicht lieber mag als ihr eigenes Kind?!



Das tut uns gut nach der ansonsten fast überall vorherrschenden thaischen Unfreundlichkeit und Ignoranz. Der Junge spielt mit unseren Kindern Fuß- und Federball, setzt sich dauernd zu uns und will gern spielen. Simon spielt mit Federball, Quetsche guckt zu und Möhre testet inzwischen seine neuen Spiderman-Flipflops. Die alten grünen Balitreter aus dem Hardy`s hat Simon beim Rollerfahren verloren. Einen fanden wir wieder, den zweiten leider nicht. 

                                               New year, new shoes.............

 Die Kinder sind braungebrannt, Quetsche hat durch den täglichen Poolbesuch fast schon schwimmen gelernt. Jetzt mit dem Fieber tut die Zwangspoolpause aber vielleicht ganz gut. Von unserer Piratenunterkunft bis zum Buritarapool fährt sichs schon eine gute halbe Stunde quer durch die Insel. Wir ruhen den ganzen Tag, Möhre schläft ausgedehnt und dann essen wir endlich etwas im Eat.Co. Rote Bete Burger, Kartoffelbrei, Salat, Tzaziki...alles frisch, vegan und köstlich. Wir kaufen noch ein paar Früchte, tuckern an der Beachroad entlang und blicken auf das heute wilde Meer.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen