Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachten in den Tropen

„Heute regnet es doch nicht!“ sagt Quetsche erzürnt verwundert, als Simon die Regencapes mitnehmen will (Regenzeit, man weiß ja nie). Wir gucken verdutzt und wissen also: heute kein Regen, juhuuuu! Und so wie vorhergesagt, so folgt es: purer Sonnenschein, keine schwüle Hitze, einfach schön, der schönste Sonnentag auf Koh Phangan seit wir da sind. 
Morgens knattern wir los und wollen Früchte einkaufen. Die Kinder wollen Mangos, die grünen schmecken besser, nicht so süß, wie die gelben. Ich will Wassermelone und Ananas. Für drei Mangos, eine stattliche Ananas, einen Bund Bananen und eine drei Kilo Kassermelone zahlen wir sieben Euro. Sternfrucht die keiner von uns mag geschenkt dazu...handeln? No way!



Möhre soll eigentlich schlafen weil wie immer seit sechse wach, aber nix da. Also schnell zum Malibu Beach und ein bißchen geplanscht. So früh am Morgen ist noch fast keiner da. Nur ein Thai, der den Strand vom angeschwemmten Müll säubert. Ein Teil der Bananen wird vertilgt und Quetsche mosert, sie will zum Tauchen an den Pool. Da sie das jetzt so gut kann, vergeht kein Tag an dem nicht weitergeübt wird. Täglich im Wasser, wird sie wohl bald schwimmen können, wir freuen uns für sie!



Wir düsen heim ins Belvedere und entpacken die Vorräte. Derweil lege ich das nach der Brust schreiende Kind ins Bett und stille die Bedürfnisse. Simon wäscht die Wäsche aus. Nachdem die Waschfrau die Hälfte unserer abgegebenen Klamotten – und wir haben ja nicht viele! - vertauscht hat, sind wir doch wieder aufs Selberwaschen umgestiegen. Zumal hier eh keiner einen Trockner hat und das Hauptproblem beim Auswaschen das Nichttrocknen der Wäsche ist. Nunja, Wäscheleine haben wir genügend dabei...
Danach fahren wir ins Restaurant Anutta und wollen da mit den anderen das Weihnachtsbuffet einnehmen. Möhre schläft im Manduca weiter und Quetsche kriegt einen Weinanfall als plötzlich der ganze Laden mit unzähligen Menschen gefüllt ist. Das Essen verweigert sie bis auf zwei frittierte Bananen. Die arme ist mit den auf einen Schlag erschienen Menschen überfordert und weiß nicht was sie tun soll. Als wir uns Essen holen gehen wird ihr alles zu viel. Sie kann dort nicht alleine sein, alleine am Tisch warten bis wir fluchs Essen geholt haben. Wir aber haben Hunger!



Nach einer Zeit wollen wir Quetsche nicht länger warten lassen und verabschieden uns in Richtung Buritara Pool. Endlich! Der wichtigste Tagesteil beginnt, es wird getaucht und gesprungen. Möhre stürzt sich vom Beckenrand und wir genießen den Kindertrubel. Hernach werden Nudeln gewünscht, Nudeln mit nix. Kohlenhydrate müssen rein, schließlich ist das Mittagessen ausgefallen. Also los, Helme auf, Roller an, runter ins nahe Chaloklum und noch schnell ein paar Kartoffeln und frische Grün für Salat gekauft. Die Eltern wollen ja auch was gutes haben am Weihnachtsabend. Es werden dann also blanke Nudeln und Bratkartoffeln mit Zwiebelchen und buntem Salat für alle.

                                Bade- und Weihnachtsfrisur, da hängt nichts im Gesicht!


Möhre ist noch nicht müde, quasselt wie verrückt, er kann jetzt alles aussprechen und bleibt noch ein Weilchen wach. Quetsche will ins Bett und Simon bringt sie. Möhre fordert die allabendliche Dusche, putzt Zähne und nimmt nebenher noch Bestellungen auf. Mit Stift und Zettel (hat er in Bali im Restaurant gelernt) notiert er die Kundenwünsche. Hach ja, so schön kann ein Weihnachten ohne Weihnachtsgefühle sein!

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