Freitag, 13. Januar 2017

Wieder Regenzeit und seltener Sonnenschein auf Koh Phangan

Die ist eigentlich offiziell vorbei. Trotzdem hauts seit Tagen wieder unter was geht. Wir sind heilfroh im Fanta Beach Resort noch untergekommen zu sein und das Buritara storniert zu haben. Denn dort kommt so viel Suppe den Berg runter, daß wieder sechs Familien ausquartiert und evakuiert werden mußten. Dies Schicksal hätte uns dann auch geblüht. So wollte es das leben, daß wir hier im Trockenen im Stelzenbungalow am Fanta Beach sitzen und uns über ein schönes Heim freuen. Umgebucht, storniert, neues Zuhause. Dankbarkeit wiedermal.

         

                                                   Bilder von Quetsche geschossen

Heute morgen um achte sind wir zur Bäckerei aufgebrochen. Unser Morgenritual wenn es wie aus Eimern schüttet. Kinder bis aufs Unterhemd ausziehen, Regencape drüber und los geht’s. So bewegen wir uns wenigstens ein bißchen und Möhre wird hernach auch wieder müde. Und das Draußensein tut allen gut. Jasmintee, Kaffee Americano, Tofubaguette, Kokosjogurth mit Obst, so startet es sich gut und recht günstig in den Tag.







Zwischendurch ein Workshop zu Smoothie-Bowls von Diana, der Ernährungs- und Rohkostspezialistin von aerohtravelkitchen. Wir freuen uns über die schmackhafte Abwechslung in der trüben Naßzeit!



Nach sechs Tagen steht alles unter Wasser, der Spuk ist vorbei. Selbst die Thais sind heute durchweg gut gelaunt, die Sonne scheint wieder in der Hochsaison. Innerhalb von zwei Tagen trocknet jeder noch so große Regensee wieder aus und alles scheint, als hätte es nie sintflutartig geregnet. Angeblich soll es bald wieder regnen, aber wir hoffen auf mehr Sonne.
Denn hier im Fanta Resort steht unser Häuschen 20 Meter vom Strand entfernt und so kann man spontan baden, buddeln und in den Tag leben. Der Wellengang ist hier babytauglich, kein Vergleich zur rauhen See in Bali. Quetsche kann hier auch ohne Schwimmflügel schwimmen, ohne Angst zu haben, weggespült zu werden. Wir quatschen und spielen viel mit Familie Schittenhelm alias Roadfamily und Quetsche fügt sich nach vier Wochen in die Kindergemeinschaft ein. Eine feste Freund/in hat sie bisher nicht gefunden, so ist es diesmal anders und sie läßt sich erstmals in ihrem Leben auf wechselnde, verschiedene Spielkamerad/innen ein. Wir gucken und staunen und freuen uns für sie.


     Regen  - Schimmelgefahr, wenn wir weg sind, läuft die Klimaanlage, damit die Wäsche trocknet.

Wir kommen wieder raus, der Roller brummt, wir essen im Eat.Co leckerste Meaty Mushrooms mit Salat und Kartoffelbrei. Vegane Gaumenfreuden. Quetsche verliert die Sonnenbrille (oder wir?) irgendwo, zum Glück gibt uns Lara einen Tip wo wir eine neue finden. Kinderbrillen schwer erhältlich...Lilanes Kinderglück, Haargummi gleich noch dazu. Möhre bekam noch ein paar Duplikat-Crogs, denn in den neuen FlipFlops kann er so gar nicht recht gehen, Sohle so dick und unbeweglich...Er ist ja nur Barfußschuhe gewohnt. 100 Baht und es läuft wieder!




Außerdem stillt er nicht mehr, die Milch ist alle, „Giga leer“. Wieder um die gleiche Zeit, als sei mein Körper eine tickende Zeitschaltuhr mit immergleichem Programm. Große Traurigkeit und Tränen auf allen Seiten, warum muß das sein, wir wollen doch beide stillen? Gut, daß Simon da ist, der gibt zusätzlich Halt für den Buben. Er ist sehr verschmust und braucht viel Körperkontakt.
Vor allem muß punktgenau Essen her, wir rotieren beide. Nach 24 Stunden Essensstreß entschließen wir uns doch dazu, einen E-Wok zu kaufen, eine Küche wird hinimprovisiert. Kühlschrank gibt’s nicht, alles muß gleich verzehrt werden. 480 Baht später futtern beide Kinder selig Kokos-Sahnesoße-Nudeln mit Tomätchen. Gottseidank, Zufriedenheit. Am Morgen dann erwärmter Buchweizenbrei mit Frucht, Rosinchen und „Kuja“ (=Maracuja), für uns Großen einen Kaffee dazu. Am Strand vor der Haustür.





Bedürfnisbefriedigung steht im Mittelpunkt, essen, schlafen, Abwechslung, Bewegung, Spiel und Unterhaltung, Abendruhe. Wir machen es uns schön!


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