Montag, 6. März 2017

Back to Base Etappe 2

Und dann sind wir an den Flughafen gekarrt worden. Wir hatten noch ein Futterpaket vom Hotel als Frühstücksersatz mitbekommen. Bis auf drei kleine O-Saft-Päckchen war davon allerdings nichts wirklich genießbar und vegan schon mal gar nicht. Dann mußten wir durch die Personenkontrolle. Im Gegensatz zu Bali legt man in Bangkok wert auf die Einhaltung der internationalen Sicherheitsstandards. Zumindest theoretisch. Äh irgendwie. Also wurden uns erstmal alle Wasserflaschen, Dosen und Saftpäckchen abgenommen. Man dürfe nur soundsoviel Milliliter mit in den Flughafen nehmen. Dann hat sich eine andere Kontrolleurin wohl in Anbetracht der Kinder umentschieden und uns zwei, ach naja, drei Trinkpäckchen und ok, noch eine 1,5l Wasserflasche zurückgegeben. Wir waren dann froh überhaupt Getränke mitnehmen zu können und wurden weiter zum Durchleuchten/Abtasten gescheucht. Quetsche wurde dann unsanft weil sie sich weigerte (Angst) durch den Scanner zu laufen (ich tats ja auch nicht da schwanger) abgetastet und geriet durch den plötzlichen unerwarteten körperlichen Übergriff in Totalpanik. Ich stürze als ich das zu spät sehe (hatte gerade Möhre beaufsichtigt) zu ihr und entreiße dem uneinfühlsamen Kontrolleur mein Kind. Der will weitertasten, aber ich haue dann wutentbrannt ab. Irgendwann reichts mir auch. Nicht das erste mal in Thailand....daß es mir reicht. Letztendlich sind wir durch die Kontrollen durch und trinken, es ist ja noch ganz früh morgens, erstmal einen Kaffee. Wir essen ein Brötchen und schendern durch den Flughafen. Dort  hatten wir uns dann noch die Aufgabe gestellt unseren rostigen lahmen Buggy der eigentlich nur als Koffer- und Rucksacktransporter gedient hatte loszuwerden. Den Buggy lassen wir vor einer etwas versteckten Toilette stehen und hauen schnell ab. Wir kaufen für unser letzten Bahts zwei Kinderhosen und eine Haarspange für Quetsche. Möhre kriegt einen kleinen Laster um im Flugzeug beschäftigt zu sein. 16 Stunden Flug stehen uns bevor. Exklusive Umsteigzeit. Im A380 haben wir schöne Plätze und genügend Platz. Nichtsdestotrotz schläft Möhre trotz großer Müdigkeit nur kurz. da Stillen zur Beruhigung wegfällt wird es ein unruhiger Flug auf dem Simon unseren Sohn lange im Manduca trägt. Nochdazu fiebert Möhre etwas, er regt sich auf und will einfach nur raus aus dem blöden Flugzeug.
Wie schon erahnt verpassen wir dann in Dubai den Anschlußflug denn wir starten mit 60 Minuten Verspätung. Viele Fluggäste sind außer sich, wir bleiben ruhig und sind eigentlich wegen Moritz recht froh nicht standepede in den nächsten Flieger zu müssen. Weil wir cool bleiben und Kinder haben hilft uns in dem ganzen Tohuwabohu zum Glück eine Stewardess weiter und bucht uns flott auf den nächsten Flieger 10 Stunden später um. Wir bekommen einen Hotelvoucher und verlassen nach Passkontrolle mit Foto und Stempel den Flughafen. Ein Kleinbus fährt uns durchs heiße Dubai zum Hotel. Dort genießen wir die Salatbar und das Essen, nehmen in der Wanne ein Bad und genießen die Aussicht auf den wahnsinnig großen grünen "Innenhof" mit Pool und Restaurants.




Wir ruhen, essen zu abend und schlafen dann wieder ein paar Stündchen. Schlüpfen dann wieder in die alten Klamotten, Wechselzeug haben wir ja nicht, und werden nachts um 1 wieder zum Flughafen gefahren. Mittlerweile sind wir schon mittendrin im Jetlag, die Kinder schlafen immer 2-3 Stunden, wachen wieder, keiner weiß mehr ob Tag oder Nacht ist. und dann wieder rein in den Flieger. Daß wir einen Tag später als geplant ankommen können wir nicht mitteilen. In Dubai funktioniert unser Handy nicht, Internet gibt es im Hotel nicht for free.
Morgens in Frankfurt rufen wir als erstes zuhause an und melden, daß wir noch am Leben sind. Im grauen, regnerischen Wetter werden wir abgeholt und heimgefahren. Dort wartet der Kamin und ein großes Schwarzbrot und unser Matratzenlager auf uns.
Der Jetlag bleibt uns noch ein paar Tage erhalten und nachts um drei wird es für uns Zeit aufzustehen. Möhre wach...Puh....



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen